Für die Thematik Viral-Marketing habe ich lange nach einer Zusammenfassung gesucht, die mir klar macht, was der Unterschied zwischen Viral-Marketing und Mundpropaganda ist. Nach meinen Recherchen habe ich es dann doch irgendwann heraus gefunden. Hier ist eine Auflistung der Unterschiede und Definitionen, so wie ich sie gefunden habe.
ausgewählte Definitionen:
Unter Mundpropaganda wird jegliche Kommunikation verstanden, die unter Konsumenten über ein Produkt, eine Marke oder eine Dienstleistung geführt wird. Mundpropaganda muss nicht notwendigerweise mündlich erfolgen. Informationen können auch schriftlich, in Form von Bildern oder durch Videos übertragen werden.
Wichtig ist jedoch, dass Mundpropaganda ohne kommerzielles Interesse erfolgt!
Basis für eine positive Mundpropaganda ist dabei häufig eine langjährige Beziehung zwischen Kunden und Unternehmen.
Mundpropaganda wird in der Literatur auch word-of-mouth oder kurz WOM genannt.
Nach Martin Oetting kann Mundpropaganda unterschieden werden in Sender und Receiver WOM.
Quellen:
Bernd Röthlingshöfer (2008): Mundpropaganda-Marketing: Was Unternehmen wirklich erfolgreich macht
Martin Oetting (2007): URL: http://www.connectedmarketing.de
Für Viral-Marketing gibt es verschiedenste Definitionen. Ich habe mich in meiner Diplomarbeit auf diese Definition gestützt.
Viral-Marketing ist ein Kommunikationsmittel mit dessen Hilfe Unternehmen Marketingbotschaften so gestalten, dass diese den Konsumenten dazu anregen die Botschaft weiter zu leiten um eine exponentielle Verbreitung zu erreichen.
- Dabei sollten die ausgewählten Maßnahmen aber sowohl auf das Unternehmen als auch auf die Zielgruppe abgestimmt sein.
- Für Maßnahmen des Viral-Marketings werden keine langjährigen Beziehungen zwischen Unternehmen und Kunden benötigt.
- Viral-Marketing sollte außerdem in Kombination mit der Preis-, Produkt- und Vertriebspolitik betrachtet werden.
- Häufig steht nicht das Produkt selbst im Mittelpunkt der Betrachtung, sondern eine Maßnahme.
Quellen:
Sascha Langner (2007): Viral Marketing. Wie Sie Mundpropaganda gezielt auslösen und Gewinn bringend nutzen.
John-Robert Skrob (2005): URL: Open Source and Viral Marketing
Hier noch einmal eine kurze Zusammenfassung der wichtigsten Unterschiede.
Mundpropaganda:
Erfolgt häufig durch Konsumenten ohne kommerziellen Hintergrund. Mundpropaganda findet immernoch häufiger offline als online statt.
Das Produkt/Unternehmen oder die DL steht im Mittelpunkt der Kommunikation.
Und häufig baut Mundpropaganda auf einer langjährigen Beziehung zwischen Unternehmen und Konsumenten auf.
Viral-Marketing
Viral Marketing geht häufig von Unternehmen aus, aber auch Konsumenten selbst erstellen viralen Content.
Wenn Viral-Marketing vom UN ausgeht, werden materielle Ziele und immaterielle Ziele, wie Branding, verfolgt.
Das ideale Verbreitungsmedium für Virale Ideen ist das Internet, aufgrund der Schelligkeit und Einfachheit des Weiterleitens.
Bei Viral Marketing steht häufig das Produkt nicht selbst im Vordergrund, sondern die jeweilige virale Maßnahme, die häufig eine eigene Story vermittelt.
Bei Viral-Marketing ist außerdem keine langjährige Beziehung zwischen Unternehmen und Konsumenten von nöten.
