And now to something completely different
spielerisch Sprachen lernen mit Babbel.com
Ich kenne die Website Babbel.com jetzt seit ca. drei Monaten. Auf diesem Portal kann man Sprachen auf eine etwas andere Art erlernen. Mir gefällt die Seite sehr gut, weshalb ich auch Thomas, einem der Gründer von Babbel.com, um ein Interview gefragt habe. Da ich nicht zu viel vorwegnehmen will, kommt hier nun schon das Interview.
Hallo Thomas, du bist einer der Gründer von Babbel.com. Könntest du Babbel.com und dich kurz vorstellen?
Babbel ist gegen Ende 2006 entstanden, als wir festgestellt haben, dass es zwar spannende Internet-Seiten zur Kommunikation gibt, aber das Thema “Fremdsprachen lernen” in den 90er Jahren stecken geblieben ist (Im Laden eine CD kaufen, zuhause installieren und dann alleine lernen). Diese Beobachtung hat letzten Endes den Ausschlag für die Gründung von Babbel.com gegeben. Ich selbst habe davor u.a. mehr als 2 Jahre bei einer IT-Unternehmensberatung gearbeitet, bei Babbel bin ich als Technical Director für die technische Produktentwicklung und den Kunden-Support zuständig.
An wen richtet sich Babbel.com?
Babbel richtet sich an alle, die gerne ihre Fremdsprachenkenntnisse vertiefen oder ganz von vorne starten wollen und dabei ein Format vorziehen, das den Fokus auf spielerisches Lernen setzt. Also weniger trockene Grammatik-Übungen und dafür mehr unterhaltsame, kurzweilige Übungen.
Wie seid ihr auf die Idee mit Babbel gekommen und hat das Wort „Babbel“ eine spezielle Bedeutung?
Zur Idee, siehe oben. Das Wort “Babbel” selbst kommt – je nachdem, was man persönlich vorzieht – aus dem Süddeutschen (heißt dort soviel wie quatschen), dem Englischen (vor sich hin reden) oder hat eine Verbindung mit dem biblischen Babel.
Was ist deiner Meinung nach das Spezielle an Babbel.com?
Wir versuchen gerade den schwierigen Spagat zwischen einer reinen Lern-Plattform, auf der man einsam für sich selbst sein Programm durchzieht, und dem bunten Austausch zwischen unseren Benutzern. Diese beiden Pole für einen optimalen Lernnutzen gegeneinander auszubalancieren unterscheidet uns meiner Meinung nach von allen anderen Webseiten.
Welche weiteren Pläne verfolgt ihr in naher Zukunft?
Die nächsten Wochen über werden wir mehr und mehr versuchen zwischen einzelnen Nutzern Verbindungen zu schaffen – so dass für eine Kommunikation zwischen verschiedenen Muttersprachlern auf Babbel immer ein Anlass gegeben ist. Das heißt soviel wie neue Funktionen, um unsere Nutzer untereinander besser zu vernetzen und das große Potenzial auszuschöpfen, das darin liegt, dass sich Menschen gegenseitig helfen.
Nun noch meine eigene Meinung/ eigenen Gedanken dazu:
Die Art des Lernens empfinde ich sehr angenehm. Ich lerne gerade Spanisch und habe auch schon einen freiwilligen Partner gefunden aus Mexiko, der mir diese Sprache etwas näher bringen will. Jeder muss allerdings selbst austesten, ob ihm diese Art zu lernen liegt.
Hier ein Beispiel wie die Aufgaben unter anderem aufgebaut sind.
Es werden 6 Sätze oder Wörter genannt und zu jedem Wort wird ein Bild angezeigt. Danach werden alle sechs Bilder auf dem Bildschirm gleichzeitig gezeigt und die Sätze erneut genannt. Nun muss der User den einzelnen Bildern (die natürlich auch den deutschen Satz beim darüberfahren mit der Maus zeigen) den richtigen genannten Satz zuordnen.
Diese Art des spielerischen Lernens ist mal was anderes als immer nur auswendig zu pauken. Sobald man ein Vokabelpaket geschafft hat, kann man das nächste anfangen. Außerdem schickt Babbel, wenn man das will (standardmäßig eingestellt), eine Mail sobald vier Tage um sind und die Vokabelpakete noch einmal wiederholt werden sollen.
Es werden mit der Zeit immer neue Vokabelpakete erstellt und der Support ist auch nicht schlecht.
Wer also Wünsche für Vokabeln hat, kann diese auch schreiben. Zur Zeit kann man auf Babbel Französisch, Spanisch, Englisch, Italienisch und Deutsch lernen.
Für den Austausch mit Personen aus anderen Ländern gibt es eine Art Mailfunktion bei Babbel. Außerdem gibt es eine Art “Nachrichtenbrett” auf dem man nach Sprachpartnern suchen kann.
Eine andere Möglichkeit ist nach Personen in einem bestimmten Land zu suchen. Dafür hat Babbel auch eine Funktion. Einfach in den Suchkriterien eingeben welche Sprache dieser sprechen soll, woher er/sie kommen soll und dann jemanden raussuchen und anschreiben. Außerdem kann man sehen wer online ist oder nicht.
So ich hoffe ich habe an das Wichtigste soweit gedacht. Ich finde es jedenfalls zum Vokabeln lernen und Gedanken austauschen mit anderen Menschen auf dieser Erde echt gut.
Ach ja an alle Frauen: Wie auf vielen anderen Portalen sind da Männer unterwegs. Wer also nur auf Sprachpartnersuche ist und nicht gern von Männern wie folgt angesprochen werden möchte: “Ey du siehst sexy aus, willste mit mir schreiben?” dem empfehle ich ein neutrales Foto!
Nachtrag:
Ich habe gerade eine Freundschaftseinladung bekommen. Das ist nun wahrscheinlich eine der Erneuerungen bei Babbel. Finde ich gut, dann muss ich die Leute nicht immer wieder aus den Mails heraussuchen.
Babbel.com – Einfach Sprachen lernen
Nachtrag 2:
Babbel ist seit geraumer Zeit nun kostenpflichtig. Allerdings finde ich den Preis durchaus fair. Für einen Monat muss man 8,95€ zahlen. Nimmt man gleich drei Monate bezahlt man pro Monat nur 5,95€.
Es werden ständig neue Vokabelpakete von Muttersprachlern erstellt und neue weitere spielerische Elemente des Lernens hinzugefügt.
| Artikel drucken | Dieser Beitrag wurde von Katja am 15. Oktober 2008 um 16:47 veröffentlicht und unter Internet abgelegt. Du kannst allen Antworten zu diesem Beitrag durch RSS 2.0 folgen. Kommentare und Pings sind momentan deaktiviert. |
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