And now to something completely different
Piwik – kostenlose Alternative zu Google Analytics
Piwik ist ein OpenSource Projekt welches auf PHP und MySQL basiert. Zur Nutzung wird Piwik einfach heruntergeladen und dann auf dem eigenen Server gehostet. Dies bringt den entscheidenden Vorteil gegenüber Google Analytics: Google kennt deine Daten nicht! Für viele Unternehmen ist es eher ein Grauen daran zu denken Google alle Infos bezüglich Besucherzahl, Aufenthaltsdauer und Absprungrate zu geben. Piwik wäre hier eine Alternative.
Voraussetzung für die Nutzung von Piwik:
- MySQL 4.1
- mind. PHP 5.1.3
- ein FTP-Client, sprich einen Zugang zum Webserver
Ob dein Server bzw. dein gekauftes Package dies bietet, könnt ihr bei eurem Provider nachfragen.
Installation von Piwik:
Wie auf der Website beschrieben einfach nur Downloaden und entpacken. Es werden zwei Dateien entpackt: Ein Ordner für das Hochladen in den Server und eine html-Datei, die Anweisungen für die Installation bereitstellt.
Nach dem Durchlesen den Ordner hochladen, wohin ihr wollt, z.B. ins Root-Verzeichnis www.meinedomain.de/piwik.
Den Ordner mit den Dateiattributen 777 versehen (Dies wird im FTP-Client festgelegt. Mit der rechten Maustaste auf den Ordner klicken und dann Dateiattribute anwählen). Auch die Unterordner mit Einbeziehen.
Aufpassen, dass alles hochgeladen wurde. Filezilla hat ja die Angewohnheit die Verbindung zu trennen.
Danach die URL aufrufen, in dem Piwik liegt. www.meinedomain.de/piwik
Ab jetzt einfach den Installationsanweisungen folgen.
Am Ende der Installation erhält man einen JavaScript Pixel. Dieser sollte am Besten im Header Bereich eingebaut werden, noch vor dem schließenden Head Tag (< /head >).
Bei der Benutzung von Piwik muss dann immer folgende URL aufgerufen werden (abhängig davon wo der Ordner liegt) www.meinedomain.de/piwik/.
Welche Daten bereitet Piwik auf:
Piwik zeigt Grafiken und Tabellen für folgende Inhalte:
- Besucheranzahl
- Besuchslänge
- Browser der User
- verweisende Websites, die User bringen
- Suchmaschinen und die Anzahl der darüber kommenden User
- Besucherländer
- FeedBurner Statistiken (wenn man gänzlich auf Google verzichten möchte, wäre Feedburner dann wohl nicht angebracht)
- Tracking bestimmter Aktivitäten
- usw.

Durch Drag and Drop kann man sich das Dashboard auch schön zurecht basteln.
Wer gern einen Blick hineinwerfen will, was Piwik zu bieten hat, kann hier eine Livedemo erleben.
Nachteile:
Die Installation braucht ziemlich lang. Allein das Hochladen von über 7 MB dauert eine kleine Ewigkeit.
Das ist bei Google Analytics anders. Mal ganz davon abgesehen, dass Google Analytics keinen Speicherplatz wegnimmt.
Abschließendes Fazit:
Piwik bietet alle Standarddaten, die ein Webmaster benötigt. Zwar ist die Installation etwas aufwändiger, aber dafür ist man nicht mehr auf Google Analytics angewiesen.
Auf das Tool wurde ich übrigens aufmerksam durch das Blog Planet VaoVaoWeb.
Update 14. November 2009:
Ich habe Piwik jetzt schon einige Zeit in Gebrauch und meine erste Meinung möchte ich nun ein wenig revidieren. Ich finde nicht die Funktion mir die “meist besuchten Seiten” anzeigen zu lassen. Wenn es unter Piwik die Funktion “Seiten” sein soll, was ich fast vermute, dann gibt es bei mir wohl ein Problem. Denn es werden nur preview-Seiten oder andere kryptische Seiten aufgrund der Arbeit im Backend angezeigt. Und das ist ja dann nicht wirklich Sinn der Sache.
An sich ist das Tool gut und wenn es ausgereift ist, könnte es vielleicht für Analytics ein Konkurrenzprodukt werden. Ich deaktiviere jetzt aber erst einmal dieses Tool und probiere ein anderes. Es gibt immerhin genug kostenlose Alternativen im Netz.
| Artikel drucken | Dieser Beitrag wurde von Katja am 25. Oktober 2009 um 19:33 veröffentlicht und unter Internet, Tracking abgelegt. Du kannst allen Antworten zu diesem Beitrag durch RSS 2.0 folgen. Kommentare und Pings sind momentan deaktiviert. |
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vor 10 Monaten
Dirk gefällt das… Ich hatte bislang immer Bauchschmerzen, Google dafür zu nutzen. Werd ich am WE mal ausprobieren.