In letzter Zeit habe ich viel mit Webseiten von Kunden zu tun. Mal ganz davon abgesehen, dass es einen manchmal echt gruselt, was sich die Kreativagentur da gedacht oder nicht gedacht hat, finde ich es auch schade, wenn die Inhaber eine Website verkommen lassen.

Eine Website ist das Sprachrohr des Unternehmens im Internet und da 75% aller Deutschen im Internet aktiv sind, kann ich es ehrlich nicht verstehen, wenn Unternehmen auf diesen Kanal verzichten bzw. ihn stiefmütterlich behandeln.

Eine Sache, die mich wieder etwas gestört hat, sind nicht funktionierende Links. Da setzt man sich hin und liest interessante Fakten über ein Thema und drückt auf weiter … was passiert … 404 ERROR. Super!
Sowas sollte eigentlich nicht passieren. Aber wie soll man sowas verhindern… bzw. wie findet man am schnellsten die Seiten raus, die auf der Webseite defekt sind?

Im Internet schwirren sehr viele Tools zur Online-Nutzung und auch zum kostenloses Download herum, mit denen man angeblich alle kaputten Links, auch die, die von der Website wegführen, ausfindig machen kann. Ich habe da einige davon getestet und bin bei manchen fast verzweifelt. :-(

Ich stelle euch nun hier kurz einige Tools vor, die es Wert sind:

Add-On-Linkchecker von Kevin Freitas
Das Add-On bezieht sich nur auf die jeweilige Seite, auf der man sich gerade befindet. Alle funktionierenden Links werden grün gehighlited alle nicht funktionierenden Links rot.

Der Vorteil ist, dass man ein schnelles Resultat erfährt und nicht wie bei den anderen Tools stundenlang warten muss. Der Nachteil ist natürlich der beschränkte Einsatz. Bei einer Website mit mehreren hundert Seiten ist dies keine akzeptable Lösung.
Was man bei dem Tool auch noch wissen sollte, ist das Links zu Pop-ups (JavaScript) auch rot markiert werden. Da hier keine weitere Seite aufgerufen wird.

Add-On Linkchecker Webseiten

 

Linkchecker: http://linkchecker.sourceforge.net/

Bei diesem Tool handelt es sich um eine Software, die man downloaden muss. Das Programm fragt alle Links ab, egal auf welcher Seite diese sich befinden.
Man kann hier auch eine sogenannte Rekursionstiefe unter Optionen angeben. Damit kann bestimmt werden wie tief eine Verknüpfung gecheckt werden soll. Das Tool braucht manchmal etwas lang zum Checken der Seiten. Die Resultate sehen dann wie folgt aus.

Linkchecker Validator

Links wird der sogenannte “Vater” angezeigt, also die Webseite auf der der Fehler gefunden wurde. In der zweiten Spalte findet man die URL, in der 3. befindet sich der Linktext und in der 4. Spalte findet man den Status.

Das Tool ist recht gut. Das einzige Problem sind Websites, die die anderen Länder-Websites mit verlinken. Dann erhält man eine sehr große Datenmenge…

Wenn man es hinbekommt, sollte man den defekten Link auf die neue URL der Unterseite weiterleiten, ansonsten halt den Link von den Webseiten entfernen. Dies ist sowohl aus User- als auch SEO-Sicht relevant, denn Google reagiert durchaus abwertend auf Websites mit sehr vielen Fehlermeldungen.

 

W3C-Linkchecker http://validator.w3.org/checklink

Den W3C-Linkchecker gibt es als Download und als Online-Version. Der Validator betrachtet externe und interne Links für eine Webseite oder für die gesamte Website. Dabei wird empfohlen zuerst zu schauen, dass die Seite valides XHTML und CSS nutzt, weil ansonsten zusätzlich Fehlerdaten diesbezüglich angezeigt werden.
Des Weiteren werden auch Verlinkungen ausgewiesen, die mit dem Vermerk “Status: (N/A) Forbidden by robots.txt” gekennzeichnet werden.

Bei diesem Tool sieht man ebenfalls die Seiten, auf dem die defekten URLs verlinkt werden.

Um mehrere Seiten checken zu lassen, muss bei dem Feld “Check linked documents recursively, recursion depth:” ein Häkchen gesetzt werden und die jeweilige Tiefe angegeben werden. Hat die eigene Website neben den normalen Reitern noch eine Unterebene nimmt man die Suchtiefe 2. Lässt man das Feld frei, wird nur eine Seite durchsucht.

Auch interessant ist der Verweis auf Redirects mit diesem Tool.

W3C Linkchecker Webseiten
 
Alle 3 Tools sind geeignet zum Checken von Webseiten. Das erste Tool würde ich jedoch nur bei kleinen Seiten nutzen. Die beiden letzten Tools finde ich gut geeignet zum Checken von größeren Websites.