Wer sich intensiv mit SEO beschäftigt, wird irgendwann auch einmal auf Header Codes, bzw. HTTP Response Status Codes, stoßen.
Wenn man in der Browserleiste z.B. eine URL eingibt, sendet der Client (Browser, wie Mozilla Firefox) eine Anfrage an den Server. Dieser beantwortet dann die Anfrage mit einem Code, wie z.B. 200 für OK, die Seite ist vorhanden oder 404, die Seite existiert nicht.

Um die übermittelten Codes zu sehen, kann man verschiedene Tools nutzen. Im Internet gibt es einige Webseiten, die online die Headercodes für eine Webseite anzeigen.
Alternativ kann man sich aber auch das AddOn Tamper Data herunterladen. Diese Tool ist ziemlich klasse und zeigt nicht nur den Code der jeweiligen URL auf, sondern auch deren Inhalte, wie z.B. Bilder.
Ja, auch für Bilder gibt es Status Codes. Der Browser übermittelt bei der Anfrage an den Server sein aktuelles Cache-Datum. Wurde nach diesem Datum nichts an den Bildern verändert, erhält der Browser den Code 304. Dieser bedeutet, dass sich die Inhalte nicht geändert haben und die Bilder daher aus dem Cache geladen werden können. Dies spart Zeit beim Laden.

Tamper Data - Status Header Codes

Interessant wird es dann für SEO bei den Status Codes 302 und 301.
Bei einer 301 Weiterleitung (permanente Weiterleitung) zeigt man dem Googlebot an, dass der Inhalt permanent verschoben wurde und somit werden auch die Links, die auf die alte URL zeigen zu der neuen gewertet.
Bei der 302 Weiterleitung (temporären Weiterleitung) verbleibt die bisherige Linkpower auf der alten URL, weil hier Google die Information gegeben wird, dass der Inhalt nur temporär verschoben wurde und somit wieder zurückkehren wird. Die 302 Weiterleitung kann man z.B. bei Website-Umbauten nutzen.

Das die 301 Weiterleitung durchaus was kann, hat sich mir vor allem an einem Beispiel (ist schon etwas länger her) eines Bekannten gezeigt. Dieser hatte sich die Website iphone-tuning.de gesichert und diese soweit optimiert, dass er bei iPhone Zubehör, iPhone Taschen usw. auf Position1 bei Google stand. Leider hatte er hier jedoch nicht bedacht, dass die Nutzung von Domains mit Markennamen auch rechtliche Konsequenzen haben kann. Apple hat ihn daraufhin abgemahnt. Er musste die Website innerhalb von drei Tagen abgeben. Arktis.de (autorisierter Händler von Apple) hat sich darauhin die Domain angeeignet und einen 301 Redirect gesetzt. Und binnen kürzester Zeit stand arktis.de bei allen optimierten Keywords der alten URL oben.

Eigentlich ist das echt fies, jmd. die Domain zu klauen, die er so hart gepusht hat (ok, ist gegen das Gesetz, aber man hätte es auch anders lösen können).
Aber man soll den Tag nicht vor dem Abend loben, natürlich weiß ein Affiliate und SEOler wo er die Links hergeholt hat und kann sie dementsprechend auch wieder auf seine neue URL umleiten. Ist zwar ein ziemliches Stück Arbeit, aber arktis ist jetzt nicht mehr auf Position 1…

Weiterführende Links:
Header Codes Auflistung