Die sogenannten Bridgepages um die es in dem folgenden Artikel gehen soll, sind starke Websites bzw. Domains. Diese Domains ranken i.d.R. bei bestimmten Keywords sehr gut. Die Geschäftsidee die dahinter steht:

Es wird angeboten einen Artikel über ein bestimmtes Produkt auf der starken Domain zu schreiben und diese Seite dann in den SERPs ranken zu lassen. Die Seite bzw. der Artikel wird dann mit Links auf die Kundenseite versehen. Hier kommt dann das Pay-per-Click Modell zu stande. Neben einer einmaligen Setup-Fee für das Erstellen des Artikels, bezahlt der Kunde 0,25€ (Preise: Stand 20.09.2009) pro Klick auf die Links. Das Unternehmen auf das ich hier gerade anspiele ist SerpAds.

Dieses Geschäftsmodell finde ich wirklich interessant und ich finde es schade, dass ich nicht selbst drauf gekommen bin. ;-)

Ob ich es einem Kunden empfehlen würde?

Zur Zeit eher bedingt. Erstens glaube ich nicht, dass diese Seiten in hartumkämpften Bereichen sehr gut in den SERPs ranken. Des Weiteren ist mir das Problem aufgefallen, dass der Text eher SEO-lastig (Stichwort: Keyword-density) geschrieben wurde.

Dann hat man noch das Problem mit den SERPs. Bei einer Bridgepage, die genutzt wird für mehrere Kunden mit dem gleichen Keyword, zeigt sich die Eigenart von Google maximal 2 Webseiten der gleichen Domain zu einem Suchbegriff aufzuzeigen. Zwar erscheint nun immer ein Plus unter den Domains, für weitere Webseiten, aber ob das normale User nutzen ist fraglich.
Das heißt bei SerpAds müssen also immer genug Publisher zur Verfügung stehen, damit bei Kundenanfragen mit gleichen Keywords gearbeitet werden kann. Obwohl das ab einer bestimmten Anzahl an Kunden auch schwer werden kann. Die ersten Top 10 sind ja die begehrtesten Plätze…

Und die Verlockung mit den geringeren Klickkosten von 0,25€ (Preise: Stand 20.09.2009) ist auch fraglich. Bei Nischen-Keywords wird der AdWords CPC auch nicht so hoch liegen, wie das im Bereich der hartumkämpften Märkte ist (aber es gibt natürlich Ausnahmen…).

Ich bin aber schon sehr erstaunt, wer so alles seine Domain hergibt. So findet man unter SerpAds Links zu Yigg und auch zum Abendblatt.

Als Alternative zu solchen Seiten? Ganz klar kostenlose PR-Portale. Die haben auch eine Menge Power und ranken sehr gut. Und vielleicht sollte man einfach auch mal überdenken das Geld SEO-technisch in den eigenen Webauftritt zu stecken?!
Vor allem bei Webseiten, die selbst schon eine Menge Power haben, fehlt häufig nur ein wenig SEO. :-)