Affiliate Marketing ist eine absatzorientierte Online-Marketingform. Von Unternehmen werden Affiliate Programme entweder auf der firmeneigenen Homepage oder in speziellen Affiliate-Netzwerken veröffentlicht. An diesen Affiliate Programmen kann sich jeder User mit einer Website oder einem Blog bewerben. Werden bestimmte Voraussetzungen, wie ein Impressum, eine ordentlich geführte Seite ohne Gewaltverherrlichung und anderem eingehalten, wird man häufig als sogenannter Affiliate (Publisher) angenommen. Nun bindet man in seiner eigenen Website, die vom Unternehmen angebotenen Werbemittel ein. Ein Werbemittel kann dabei aber nicht nur ein Banner sein, sondern auch Textlinks. Wenn nun ein User auf der eigenen Website auf das Werbemittel klickt, wird ein Cookie gesetzt, welches eine bestimmte Laufzeit hat (häufig 30 bis 90 Tage).


In dem Cookie werden die Daten gespeichert, auf welcher Seite der User auf den Banner geklickt hat, der das Produkt kauft oder die Broschüre herunterlädt usw.
Was passiert, wenn ein User auf mehreren Seiten das Banner oder den Textlink derselben Firma anklickt? Das hängt dann von den jeweils festgelegtem Richtlinien ab. Manchmal zählt der erste Cookie, manchmal der letzte.

Die Problematik, dass Cookies ja von vielen Usern angeblich gelöscht bzw. gar nicht erst zugelassen werden sollen, schreckt auch manche User ab überhaupt bei einem Affiliate Programm mit zu machen. Dazu sei gesagt, dass ca. 98% aller User ihre Cookies aktiviert haben, da diese ja auch nützliche Funktionen beinhalten können, wie das Speichern von Passwörtern. (Quelle: webhits.de 24.04.2009)
Wie viele User jetzt täglich ihre Cookies löschen ist nicht genau bekannt. Ich schätze aber, dass das weniger als ein Viertel sein wird.

Als Vergütung kann der Affiliate entweder einen festen Betrag erhalten oder einen prozentualen Anteil des Kaufpreises. Es gibt Affiliate Programme, die über Jahre hinweg gehen, und welche die nur befristet auf ein paar Wochen sind.

Außerdem kann man als Affiliate recht erfolgreich sind. Diese User stecken aber dann häufig viel Energie in ein Projekt und bauen für jedes Affiliate Programm eine eigene Website. Wenn man sich diese Mühe macht, dann sollte man auch schauen, dass die Website ansprechend ist und dem User viele Informationen bietet (hängt natürlich auch vom Produkt ab).


Tipps für werdende Affiliates:

  • Textlinks sind häufig besser, da sie sich nahtlos in den relevanten Content einfügen und somit für den User auch mehr Relevanz haben.
  • Bei der Wahl des Affilaite Programms sollte auch der Content der eigenen Website bedacht werden. Ein geschriebener Artikel über ein Produkt bringt wahrscheinlich mehr, als nur ein Banner in der Sidebar.
  • Wer extra eine eigene Seite für ein Affiliate-Programm erstellen möchte, dem sollte das jeweilige Thema auch Spaß machen, denn dieser Faktor wirkt sich auch häufig auf die Qualität der Website aus.

Warum ist nun Affiliate Marketing eine bessere Werbeform in der Krisenzeit?

Affiliate Marketing hat den großen Vorteil für Unternehmen, dass diese nur zahlen müssen, wenn ein Lead oder ein Sale stattgefunden hat. Ein Lead kann dabei ein Download einer Broschüre sein oder eine Anmeldung bei einem Newsletter. Der Sale ist der Kauf eines Produktes in einem Internetshop.
Beim Affiliate Marketing trägt also der Affiliate den Aufwand und auch das Risiko, denn wenn seine Seite schlecht ist und niemand klickt, dann bekommt er auch nichts.

Da Unternehmen zur Zeit ja nicht allzu viel Geld haben und bei klassischen Werbeformen nicht mitgetrackt werden kann, wie hoch die Erfolgsquote ist, scheint Affiliate Marketing als Sales-Instrument durchaus geeignet zu sein.

 
Was ist der angebliche Nachteil von Affiliate Marketing?

Viele Unternehmen scheuen Affiliate Marketing aufgrund der Angst um “bad neighbourhood”.
Das heißt, dass ihre Werbemittel auf Seiten eingebunden werden könnten, die eben gewaltverherrlichende Texte oder andere illegale Inhalte aufweisen oder auf sogenannten Bannerfarmen. Jedoch kann diese Gefahr minimiert werden. Erstens kann man festlegen, welche Seiten angenommen werden und welche nicht und zweitens kann kontrolliert werden, ob sich die Publisher an die gesetzten Richtlinien halten und zwar entweder durch eigene Kontrolle oder durch Kontrolle eines Dritten.
Natürlich können bei einer großen Anzahl von Affiliates (Publishern) nur stichprobenartig Kontrollen durchgeführt werden. Aber ich denke mir auch jedes mal , warum der ganze Stress?
Ist es nicht viel schlimmer, wenn User in großen Foren negatives berichten? Aber darum scheren sich nur ganz wenige Unternehmen. Also solange kein ordentliches Online-Reputationsmanagement geführt wird, sollte man sich darum auch nicht so den Kopf heiß reden. Außerdem wollen die Affiliates ja auch etwas verdienen und deswegen denke ich, dass die Gefahr, bei einer guten Auswahl an Publishern und einem halbwegs gutem Monitoring durchaus gering ist.

 
Besonderes Affiliate ProgrammHilfsprogramm “Netz der Herzen”

Für die Hilfsorganisation SOS-Kinderdörfer (Achtung nicht SOS-Kinderdorf!) gibt es ein Affiliate Programm bei dem Affiliatenetzwerk Tradedoubler. Wer also neben Geld verdienen noch ein wenig was gutes tun möchte, der kann sich das ja mal anschauen.